Archive for June, 2008

14th Jun 2008, von Vizekönigin zum Thema Diskussionen, Sie so
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Es ist Samstag, eigentlich wollte ich mit IHM feiern gehen, aber irgendwie wird das nix und deswegen liegen wir auf der Couch und säuseln uns die ganze Zeit mit rosaroten Worten voll. Dazu Wein, von dem ich ad hoc betrunken und irre komisch werde und ein Fernsehprogramm, das niveautechnisch kaum zu unterbieten ist – deswegen geht man ja samstags auch raus. Soweit, so gut – der Abend ist trotzdem toll. In einem Anflug geistiger und besonders pinkfarbener Umnachtung höre ich mich sagen:

“Ich weiß nicht wieso, aber ich finde die Haare auf deinen Armen total.. Süß?”

Natürlich bin ich sofort in Deckung gegangen, Mr. Maskulin steht ja gar nicht drauf, wenn ich ihn mit den Wörtern süß oder niedlich in Verbindung bringe. Zu meiner Überraschung kam aber nur:

“Echt? Das freut mich. Aber wieso denn?”

“Weiß ich auch nicht. Ich mag komischerweise alles an dir, auch wenn ich es eigentlich nicht mag. Dein Tattoo zum Beispiel. Und das Fell auf deinen Armen.”

BAM! Zwei weit aufgerissene Augen gucken mich total entsetzt an und der Alkohol und meine tief verwurzelte Grundmüdigkeit, die in dem Moment meinen Charakter bilden, sehen das als Angriffsfläche, nein als PROVOKATION für ein lustiges Spiel, welches mit folgendem Satz beginnen sollte:

“Irgendwie wie ein Äffchen. Ja, du siehst aus wie ein Äffchen. So mit den vielen Haaren im Gesicht, auf dem Kopf und auf den Armen halt.”

Gesagt und in Panik verfallen, nachdem ich merkte, wie er Schnappatmung bekam und leicht zu verkrampfen begann. Ich verstand nach wie vor nicht, wo das Problem war, versuchte, ihm die Analogie bildhaft darzustellen und sage nur ein Wort: “Schimpanse.”

Fand er überhaupt nicht lustig. Ich finde Schimpansen total süß. Gut, ich finde dummerweise fast jedes Säugetier total süß, das dürfte ein Problem sein. Im Wesentlichen besteht das Problem allerdings darin, dass Schimpansen jetzt nicht unbedingt die respekteinflößensten unter unseren tierischen Verwandten sind, also versuche ich nach eingehendem Studium seiner Zornesfalte zu retten, was noch zu retten ist und sage:

“Nein, ich meine damit ja nur das Fell. Wenn du ein Affe wärst wärst du natürlich ein Gorilla. Ein Silberrücken. Wenn du mich beim Kitzeln mit deinem Körpergewicht quälst, stützt dich in der Regel mit der Faust und nicht mit der flachen Hand ab und wenn du mal wieder irgendwas aufgebaut hast, ohne es kaputt zu machen, springst du rum, trommelst auf deiner Brust und machst Geräusche. Ja, ich denke du wärst ein Silberrücken.”

Er fing sofort an mit mir zu diskutieren, geschockt, entsetzt, trotzdem amüsiert, aber wie er so ist, im ersten Gang lieber zickig.

“Ein SILBERRÜCKEN?? Du willst mir nicht ernsthaft sagen, dass ich ein SIL-BER-RÜ-CKEN wäre, wenn ich ein Tier wäre?!

Darauf ich “Ein AFFE, Baby! AFFE! Wärst du etwa lieber ein Orang-Utan oder doch ein Schimpanse?? Ich hab dir jetzt schließlich den König der Affen zugestanden!” (auch wenn in dem Moment ein Makakenäffchen während eines Tierversuchs mit viel Adrenalin besser gepasst hätte)

Ich hab dann doch gemerkt, dass ich so nicht weiter kommen würde und besser die Klappe halte, sooo nett ist das ja in der Tat nicht. Also kommt drauf an. Deswegen habe ich meinen Rechner für ihn freigeschaltet und mich für eine halbe Stunde ins Bad verzogen. Damit er bloggen konnte. Um sich danach ob des gebloggten Wortes wieder auf die Brust zu trommeln.

14th Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Diskussionen, Er so
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Samstagabend. Sofazeit. SIE und ich liegen in trauter Zweisamkeit und Glückseeligkeit auf dem Sofa, lassen uns von niveaulosem TV-Programm sanft berieseln und ich bin richtig glücklich. Sehr glücklich. Extrem glücklich. Wir kuscheln uns aneinander, sie streichelt zärtlich über meinen Arm – und schaut mich verliebt an.

Bis hier klingt das echt schön. Dann der sich zum Monolog wandelnde Dialog.

SIE: “*hach*”
Ich: “Hm?”
SIE: “Ich finde Deine Haare auf Deinen Armen sooo süß!!”
Ich: “Echt? Das ist schön…”
SIE: “Die fühlen sich soooo toll an!”
Ich: “Findest Du?”
SIE: “Ja, wie ein Fell…!”
Ich: “Waaa? Wie… ein – FELL???”
SIE: “Ja, wie ein Fell. Und das ist sooo süß! Ich mag Deine Haare, alle Deine Haare. Egal wo… Du bist mein kleines Äffchen!”
Ich: (relativ geschockt) “Dein… ÄFFCHEN??”
SIE: “Das ist doch nicht schlimm, ich finde das sooo süß!”
Ich: “So süß… Äffchen…ICH BIN EIN AFFE?!”

Ich bin also ein Affe. Ein sich von Baum zu Baum schwingendes kleines – in meinem Fall eher großes – Urwald-Tier, welches zu 100% mit dichtem Haar bewachsen ist. Überall. Am ganzen Körper. Ein Affe.

SIE: “Aber Schatzi, das ist doch nicht schlimm – Du bist doch MEIN Äffchen, und noch dazu so süß!”
Ich: “Ich bin KEIN Affe!!!”
SIE: “Dohoch! Und ich glaube, Du wärst dann ein Silberrücken. Ja, genau, wenn Du ein Affe wärst, dann wärst Du ein Silberrücken!”

(Ich zitiere hier mal kurz Wikipedia: “Dafür entwickelt sich bei älteren Männchen ein silbergraues Rückenfell, weswegen sie auch als „Silberrücken“ bezeichnet werden. Während bei den Östlichen Gorillas diese Graufärbung auf den Rücken beschränkt bleibt, kann sie sich bei Westlichen Gorillas auch auf die Hüften und die Oberschenkel erstrecken.”)

SIE: “Was denn?? Wärst Du lieber ein Orang Utan? Oder ein Schimpanse?”
Ich: “Ich bin überhaupt gar kein kein Affe, weder Schimpanse, noch Orang Utan, noch Silberrücken!”
SIE: “Doch, das bist Du. Wenn Du über mir sitzt und mich durchgekitzelt hast, dann hockst Du auch immer wie ein Gorilla da und stützt Dich auf den Fäusten ab. Und wenn Du was Tolles machst, dann trommelst Du Dir auf die Brust. Finde Dich damit ab.”

Ich verabschiede mich aus diesem Posting mit dem Auszug: “Bekanntestes kommunikatives Verhalten der Gorillas ist das Trommeln auf die Brust. Früher hielt man es für ein rein männliches Verhalten, das dem Imponiergehabe dient und andere Männchen einschüchtern sollte. Verhaltensmuster, die der Einschüchterung dienen, umfassen neben lautem Gebrüll auch das Laufen auf zwei Beinen, das Schütteln von Ästen, das Abreißen und Wegwerfen von Pflanzen und das Schlagen auf den Boden.”

SCHEISSE – das bin ja tatsächlich ICH!!!

2nd Jun 2008, von Vizekönigin zum Thema Sie so, Sonntag Abend
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…ist ein Wie-Wort. Schreibt man deswegen per se schon mal klein. Auch bei dem ganzen Interpunktionsgedöns. :-D

Ja, wir haben uns alle die Zähne an meinem WLAN ausgebissen, nebenbei bemerkt RICHTIG verkabelt, da wir ja nur den Rechner ausgetauscht haben, sonst nichts. Dass in meiner neuen Wohnung, drei Monate nach dem Umzug nicht mehr alles so verdrahtet ist, wie in der alten, vor allem, wenn der WLAN-Router nicht angeschlossen ist, sollte auch irgendwie nachvollziehbar sein. In meiner neuen Wohnung hat es bisher auch niemand versucht.

ER hat sich auf jeden Fall gedacht, er müsste es wieder richten, hat er auch geschafft – war ne Kleinigkeit von knapp 3 Stunden. Dabei hat er alle möglichen Launen durchgespielt: altklug, nörgelnd, zickig & wortkarg (ja, genau DIE Kombi) und schließlich triumphierend. Die Angst, dass es nicht klappen könnte, nicht zu vergessen. Womit das “Lieber Gott, lass es bittebittebitte funktionieren”-Gemurmel gemeint ist, nachdem ich ihm eine 5 Kilo schwere Tüte mit allen möglichen Kabeln in die Hand gedrückt habe. Aus dem Arsenal an Kabeln hat er sich das passende dann ausgesucht und eingestöpselt, natürlich nicht ohne Kommentar á la: “willst du nen Mediamarkt neu verkabeln?” – soll er doch froh sein, dass er noch nicht mal Kabelsalatentwirrer spielen musste, bei MIR gibts die Dinger nämlich fein säuberlich aufgerollt und zusammengebunden! Und: es GIBT sie!

Ende vom Lied war, nach der besagten Kleinigkeit von knapp 3 Stunden, dass er sich selbst auf die Brust trommelnd durchs Wohnzimmer sprang und sich ca. 10 Minuten in höchsten Tonen selbst gelobt hat, im Anschluss war ich mit meiner demütigen Huldigung dran. Aber jetzt läufts ja. ;-)

2nd Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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Monatelang schafft es niemand, bei IHR das WLAN in Gang zu bringen. ICH versuche es erneut, hartnäckig, ohne aufzugeben.

ICH: “Darling – und Du bist Dir 100% sicher, dass das richtig verbunden ist? Da war KEIN weiteres Kabel? Das kommt mir nämlich komisch vor…”

SIE (ziemlich genervt): “Moah, nein, da WAR kein weiteres Kabel, das war genau SO angeschlossen wie jetzt! Und es hat IMMER funktioniert!”

Ich (vorsichtiger): “Ganz ganz gaaaaaanz sicher?”

SIE (sehr genervt): “Jaaaaa!!!!”

Man(n) mag es ja wirklich nicht glauben, aber merkwürdigerweise habe ich das fehlende Kabel (welches ja in Wirklichkeit nie existiert hat) letztendlich doch gefunden (wie kann das bloß sein frage ich mich???) und einfach mal eingestöpselt. Prinzesschen war dann wohl ob dieser Tatsache ganz plötzlich weniger zickig als soeben noch, denn irgendwo vom Sofa hinter mir höre ich plötzlich eine sehr leise, murmelnde Stimme wispern:

“Bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht….”

Tja, mein Herzblatt – ES GEHT!

1st Jun 2008, von Vizekönigin zum Thema Shoppen, Sie so
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Es war soweit. In meinem Briefkasten eine Einladung zum Private Sale meines Lieblingskonsumtempels – Sale quasi nur für mich, bevor die anderen, niederen, Nichtrichtigesuperkunden ohne Kundenkarte ihr Geld dort verbrennen können. Dummerweise mitten in der Woche, Anfahrtszeit je nach Verkehrsaufkommen im mehrfachen Stundenbereich und am letzten Tag vor einem Brückentag-Wochenende. Also ohne mich. Aber jetzt ist ja Wochenende und ein perfekter Zeitpunkt um doch noch zur Psycho-Befriedigung zu kommen. Ich frage IHN also, ob wir am Samstag hin fahren können, er sagte “Ja” und alles war gut.

Dort angekommen, hatte ich mich auch endlich auf das Ziel festgelegt: ich brauchte eine neue Tasche. Braun. Dunkelbraun. Dass ich schon eine braune Tasche habe, tut dabei nichts zur Sache, sie hat nicht das Braun, das ungefähr 50% meiner braunen Schuhe und Gürtel haben und da bin ich Perfektionist. Das weiß ER allerdings auch. Der Dialog war tatsächlich so, wie er es geschrieben hat, ich finde aber nicht, dass das in irgendeiner Form ein Problem darstellt. Schließlich sage ich auch nichts, wenn er mal wieder… Ja, was eigentlich? Hm.. Ach, ist auch egal, ich bin schließlich das Weibchen. Punkt.

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1st Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Shoppen
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“Babiieeeee – fahren wir Samstag nach Stuttgart? Bei Breuninger ist (Anm. des Red.: ACHTUNG, UN-WORT!!!) Sale!!!”

Riesige, bettelnde Knopfaugen starren mich an. Wie bei einem kleinem Hundewelpen kullern die dunklen Augen von unten nach oben, die kleinen Füße scharren schüchtern über den Boden und sie dreht hektisch ihre Haarsträhnen ein… und wieder aus… und wieder ein.

Ein tiefes Seufzen, ein ein kleiner Ruck, und schon entfährt mir erschreckend schnell ein gutgemeintes “Jaaaa, okeeeeee….”. Eine gute Frage, wieso wir Männer manchmal einfach nicht in der Lage sind, “nein” zu sagen. Die Antwort darauf ist mir nicht gänzlich unbekannt, aber die behalte ich lieber für mich…

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