Er so

5th Feb 2009, von Blabbermouth zum Thema Er so
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Da ja nun aus den „Szenen einer Nicht-Ehe“ in nicht allzu ferner Zukunft dann die „Szenen einer Ehe“ werden, haben die Liebste und ich uns entschlossen, eine örtliche Tanzschule auszusuchen. Gesagt, getan – und schon sind wir eins von etwa 10 Paaren, die sich allwöchentlich abends auf dem Parkett tummeln und relativ behände den Disco-Fox darbieten, den langsamen Walzer schwofen oder einen flotten Jive rocken. Klar, für meine Wenigkeit ist das gar kein Ding, jahrelange und hochprofessionelle Tanzstunden haben mich zu einer Mischung aus Saturday-Night-Fever Hauptprotagonisten und Dirty-Dancing Hüftschwinger geformt, während etliche Salsa-Kurse als i-Tüpfelchen noch eine gute Ladung Latino-Feuer in meine heißen Tanzeinlagen schicken.

Die Liebste war da dann ja doch etwas nervöser – wusste man doch nicht, ob man bei dem ganzen Spaß auch wirklich zusammen passen würde, denn beim Tanzen passt ja nunmal nicht jede zu jedem. Das Ganze hat sich dann doch recht schnell herausgestellt: wir können wunderbar miteinander. Klar, als Anfängerin ist der ein oder andere Tritt gegen das Schienbein immer noch irgendwie zu verSCHMERZen, und als kleines Mädchen hat man sich ja schließlich auch auf Papas Füße gestellt und sich einfach von ihm durch die Gegend tragen lassen. Insbesondere Letzteres funktioniert etwa 25 Jahre später allerdings nicht mehr ganz so einfach, so dass ich hier und da dann doch mal eine kleine Korrektur meinerseits einfließen lassen muss. Ist ja nicht weiter schlimm.

Ein ganz bisschen unverschämt mag es zwar rüberkommen, wenn ob meiner Info, man sei ja nun nicht mehr ganz sooo genau im Takt dann doch als Gegenargument darauf verwiesen wird, ICH habe ja den falschen Fuß zuerst benutzt. ICH! Naja. Heute intensivieren wir dann mal unsere Tango-Künste – und gucken, an welcher Stelle ich nun wieder patze… ICH.

5th Dec 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Krankheit
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Wenn Deine Frau Kopfschmerzen oder ihre Tage hat, dann darfst Du als Mann wirklich nicht zimperlich sein – Deine Aufgabe ist es in diesem Fall, einfach auch die andere Wange hinzuhalten, wenn Du aufgrund mangelnder Laune oder chronischer Schmerzen sowieso schon das Daueropfer spielst. Wenn es Dir selber mal nicht so gut geht, dann mußt Du das natürlich mit Dir selbst ausmachen, denn so ein kleiner Schnupfen oder eine unbedeutende Erkältung können Dich und Dein Testosteron natürlich nicht aus der Bahn werfen. Kommt es dann aber DOCH mal so richtig böse, dann bist Du schlichtweg geliefert.

Aufgrund der  – warum auch immer – existierenden These, wir Männer würden ja im Krankheitsfall so unglaublich leiden, hat sich bei der Frau ganz pauschal eine notorische Abwehrhaltung gegen jegliche Form von Mitleid oder Verständnis entwickelt. Während Dir jedes verfluchte Gelenk schmerzt als würde eine Arthrose Deine 80jährigen Knochen zerlegen und Dein Kopf durch den Totalverschluß sämtlicher Nebenhöhlen zu zerbersten droht, während Deine Temperatur unaufhörlich höher steigt und sich Schweißausbrüche mit Schüttelfrost abwechseln, währenddessen sitzt Deine Frau neben Dir und tröstet Dich lediglich mit einem ironisch gemeinten “Du armer, armer, armer Mann!!”.

Da liegst Du also, um Dich dreht sich alles, Du kannst nicht schlafen und nicht wach sein, Du kannst nichts essen oder trinken, jeder Schritt auf den Beinen wird zum Kraftakt – und nicht einmal das nahende Weihnachtsfest vermittelt der Liebsten das nötige Mitleid mir Dir und Deinem Dasein als sterbendes Etwas. Während ich also schmerzerfüllt und leidend daliege und die Krankenschwester an meiner Seite darum anflehe, mir wenigstens mein kleines Näschen ein wenig von seiner Last zu befreien, erfahre ich wiedereinmal, dass die weibliche Kälte und fehlendes Mitleidsgefühl selbst für den eigenen Lebenspartner nicht aus dem Weg geräumt werden…

Ich:  “Meine Nase läuft pausenlos, ich kriege keine Luft mehr!
Sie: “Nase putzen vielleicht? Soll ich dir Nasenspray besorgen?”
Ich: “Gibst du mir bitte ein Taschentuch?”
Sie: “Hier ist eins..”
Ich: “Ich kann mich nicht bewegen, es tut alles weh!!! Hilf mir! Hilf mir!!!”

Sie: “Ich soll dein Taschentuch festhalten, während du reinrotzt?!?”
Ich: “Reicht Deine Liebe nichtmal SO weit, als dass Du das tun könntest?”

Natürlich hat die Liebe nicht so weit gereicht – und die Tatsache, dass ich in der Stunde meines Ablebens nahezu alleine war, hat mir am Ende wahrscheinlich sogar wieder mehr gebracht, als ich es eingestehen würde: sei Dir selbst am nächsten!!

2nd Sep 2008, von Blabbermouth zum Thema Diskussionen, Er so
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Es ist soweit. SIE und ICH, wir ziehen zusammen. Klar, wir haben uns das gut überlegt, wir wollen es – also tun wir’s auch. Im Kopf war die ganze Sache ja nicht nur schon x-Mal durchdacht und durchexerziert, sondern auch völlig simpel: ER verkauft all seine Möbel, packt den ganzen Rest in ein paar Kartons und schleppt den Kram zu IHR in ihre Wohnung, die genug Lebensraum für Zwei bieten dürfte. Die gesagt-getan-Strategie zeigte dieses Wochenende allerdings recht deutlich: in unserem Alter ist Möbel schleppen, Möbel wegwerfen, Möbel neu kaufen und Möbel aufbauen definitv nichts, was sich mal soeben nebenbei erledigen lässt.

Für mich selbst war natürlich die spannende Frage, wie ihre Majestät denn wohl den Platz schaffen würde, der mir dann zukünftig zustehen würde. Irgendwo unter knapp 70 Paar Schuhen, 30 Handtaschen und wirklich unzähligen Kleidern, Oberteilen, Jacken, Hosen und Accessoires müßte ich dann doch auch irgendwo ein kleines Schublädchen bekommen, in das ich mich quetschen dürfte…?

ICH: Wo kommen denn meine Sachen dann hin?
SIE: Du kannst da hinten rechts ja noch einen Hosenaufhänger packen.
ICH: Da hinten, in der Ecke?
SIE: Jaaaaa, ich schiebe meine Sachen dann nach links.
ICH: Links ist aber doch voll?
SIE: Nee, das mache ich dann leer.
ICH: Wohin denn?
SIE: Na hier, in das Regal!
ICH: Das Regal ist aber doch voll?
SIE: Jaaaa, aber das kommt dann ja in die Kommode.
ICH: Hmm… aber die ist doch auch voll?
SIE: Ja, aber das, das packe ich dann in die Kästen.
ICH: Aber – …??? (Ich kratze mich fragend am Kopf…)

SIE: Wiiirklich, das verkaufe ich ALLES bei Ebay!!!

*Nachtrag: Und just während ich das hier schreibe, trudelt es per Skype ein:

21st Jul 2008, von Blabbermouth zum Thema Diskussionen, Er so, Kosmetik
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Die gemeine Feld- und Wiesenfrau ist ja eher etwas kleinlich, wenn Du sie ein paar Tage nicht gesehen hast und Dir nicht sofort auffällt, dass sie neuerdings statt 5 cm breiten Augenbrauen nun tatsächlich 4,9 cm breite Augenbrauen hat, weil sie sich absolut sicher war, dass ihr das nicht nur um ein Vielfaches besser steht, sondern weil es NATÜRLICH jedem sofort positiv auffallen müßte.

Wie funktioniert das unter Frauen? Haben sie geheime Mimik- oder Gestikzeichen, um sich gegenseitig solche völlig unbemerkbaren Details zu signalisieren und darauf aufmerksam zu machen? Selbst wenn Freundin A ihre beste Freundin B etwa 7 Jahre nicht gesehen hat und sie sich rein zufällig in der Stadt begegnen (im Dunkeln auf dem Fahrrad, ziemlich schnell UND mit Sonnenbrillen) und bloß winkend aneinander vorbeifahren, wird man sich am Abend überall in der Stadt anhören müssen: “Habe heute A. in der Stadt gesehen. Sie hat neuerdings den Fingernagel des kleinen Fingers der rechten Hand mit Klarlack lackiert”. Genauso läufts.

Ich liege also am Wochenende endlich bei meiner ersehnten Traumfrau auf dem Sofa rum und frage mich schon eine kleine Weile, warum mich diese großen Kulleraugen immer wieder so fragend ansehen und sich der kleine Kopf immer wieder so fragend auf die Seite legt.

SIE: “Fällt Dir was auf?”
Ich: “Hmmmm… hmmm…. gib mir nen Tip?”
SIE: “Maaaaann – ich habe mir doch die Haare gefärbt! Das SIEHT man doch!”
Ich: “Ach – JAAA! Natürlich! Das… ähm… sieht man??”
SIE: “Guck doch mal hier! Das ist doch eine ganz andere Farbe?”

Ich überlege kurz, wie ich jetzt argumentiere…

SIE: “Baby, das mußt Du doch sehen?”
Ich: “Welche Haarfarbe hattest Du vorher?
SIE: Dunkelbraun.”
Ich: “Hm. Und welche ist DAS jetzt?”
SIE: Dunkelbraun.”
Ich: “Ääääääh??? Wie jetzt?
SIE: “Das ist aber ein anderes Dunkelbraun!”

Ach ja. Stimmt. Ich hatte ja die “Nuancen” vergessen. Diese süßen, kleinen Unterschiede, deren Gegenwart von uns Männern allzugerne einfach übersehen wird. Die NUANCEN sinds.

Soso. *amKopfkratz*

6th Jul 2008, von Blabbermouth zum Thema Diskussionen, Er so, Shoppen
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Wenn Frauen planen eine Party zu besuchen, dann wissen wir Jungs ja mittlerweile durchaus schon womit wir zu rechnen haben. Für gewöhnlich dauert der Umkleideprozess die ein oder andere halbe bis ganze Stunde, wandelt sich von enthusiastischem Tanzen vor dem Spiegel in depressive Schreikrämpfe und endet in hysterischem Weinen.

Muss aber nicht so sein, zumindest nicht mit dieser Frau. Der Spruch “Ich hab nix anzuziehen” KANN eigentlich gar nicht Anwendung finden, denn Prinzessin hat ein eigenes Zimmer für ihre Kleidung. Dieser begehbare Umkleideraum ist sicherlich der Traum vieler Frauen, auch wenn grob 70 Paare Schuhe immer noch nicht ihren Platz finden und meine Aufgabe – nämlich weitere Schuhregale aufzubauen – noch nicht erledigt ist.

Das Ganze hilft ihr natürlich nicht sehr viel weiter, wenn sie mich in meinem Domizil besucht und darauf angewiesen ist, für ihr Wochenende eine kleine Vorauswahl an Mitbringseln zu treffen. Zwar sind bereits einige Schubladen und Schrankfächer mit Utensilien und Kleidung direkt annektiert worden, doch es wäre töricht zu glauben, dass dies ausreichen würde.

Dieses Wochenende war es mal wieder so weit, Schatzi ist zu besuch.

SIE: “Ich weiß nicht, was ich anziehen soll!”
Ich: “Süße, Du hast doch einen ganzen Koffer mit für 2 Tage!!”
SIE: “Ja, aber trotzdem!!!”

Sie öffnet den Koffer.

Ich: “Süße?”
SIE: “Hm?”
Ich:: “Was sind das für Schuhe, sind die neu?”
SIE: “Neeeeeeee….”
Ich: “Du, da sind aber noch die Preisschilder dran?”
SIE: “Oh.”
Ich: “Hast Du schon wieder neue Schuhe gekauft?”
SIE: *Blick zu Boden*

- Stille -

Ich: “An dem Shirt ist ja auch noch ein Preisschild dran??”
SIE: “Maaaan – lass mich!”

Ich lasse sie also und wir gehen ins Wohnzimmer – wo NOCH EINE Tasche steht.

SIE: “Guck mal, diese Schuhe sind auch toll!”
Ich: “Sind die auch neu?”
SIE: “Nee, die hab ich schon 2 Jahre. Hatte ich aber noch nie an.”
Ich: “Du hast die schon ZWEI Jahre??? Und noch NIE getragen?”
SIE: “Jaaaa – die waren doch RUN-TER-GE-SETZT!!!”
Ich: “Achso dann.”
SIE: “Ja. Und die sind mir 2 Nummern zu klein.”
Ich: *SPRACHLOS*
SIE: “Aber wenn ich ein bißchen drücke, dann komme ich rein. Guck!!”
Ich: *immernoch sprachlos*
SIE: “Die will ich tragen, wenn wir zusammen rausgehen!”

Ahso. Ich glaub ich freu mich schon darauf, sie Huckepack nach Hause zu tragen und in ihren Wandschrank zu sperren.

14th Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Diskussionen, Er so
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Samstagabend. Sofazeit. SIE und ich liegen in trauter Zweisamkeit und Glückseeligkeit auf dem Sofa, lassen uns von niveaulosem TV-Programm sanft berieseln und ich bin richtig glücklich. Sehr glücklich. Extrem glücklich. Wir kuscheln uns aneinander, sie streichelt zärtlich über meinen Arm – und schaut mich verliebt an.

Bis hier klingt das echt schön. Dann der sich zum Monolog wandelnde Dialog.

SIE: “*hach*”
Ich: “Hm?”
SIE: “Ich finde Deine Haare auf Deinen Armen sooo süß!!”
Ich: “Echt? Das ist schön…”
SIE: “Die fühlen sich soooo toll an!”
Ich: “Findest Du?”
SIE: “Ja, wie ein Fell…!”
Ich: “Waaa? Wie… ein – FELL???”
SIE: “Ja, wie ein Fell. Und das ist sooo süß! Ich mag Deine Haare, alle Deine Haare. Egal wo… Du bist mein kleines Äffchen!”
Ich: (relativ geschockt) “Dein… ÄFFCHEN??”
SIE: “Das ist doch nicht schlimm, ich finde das sooo süß!”
Ich: “So süß… Äffchen…ICH BIN EIN AFFE?!”

Ich bin also ein Affe. Ein sich von Baum zu Baum schwingendes kleines – in meinem Fall eher großes – Urwald-Tier, welches zu 100% mit dichtem Haar bewachsen ist. Überall. Am ganzen Körper. Ein Affe.

SIE: “Aber Schatzi, das ist doch nicht schlimm – Du bist doch MEIN Äffchen, und noch dazu so süß!”
Ich: “Ich bin KEIN Affe!!!”
SIE: “Dohoch! Und ich glaube, Du wärst dann ein Silberrücken. Ja, genau, wenn Du ein Affe wärst, dann wärst Du ein Silberrücken!”

(Ich zitiere hier mal kurz Wikipedia: “Dafür entwickelt sich bei älteren Männchen ein silbergraues Rückenfell, weswegen sie auch als „Silberrücken“ bezeichnet werden. Während bei den Östlichen Gorillas diese Graufärbung auf den Rücken beschränkt bleibt, kann sie sich bei Westlichen Gorillas auch auf die Hüften und die Oberschenkel erstrecken.”)

SIE: “Was denn?? Wärst Du lieber ein Orang Utan? Oder ein Schimpanse?”
Ich: “Ich bin überhaupt gar kein kein Affe, weder Schimpanse, noch Orang Utan, noch Silberrücken!”
SIE: “Doch, das bist Du. Wenn Du über mir sitzt und mich durchgekitzelt hast, dann hockst Du auch immer wie ein Gorilla da und stützt Dich auf den Fäusten ab. Und wenn Du was Tolles machst, dann trommelst Du Dir auf die Brust. Finde Dich damit ab.”

Ich verabschiede mich aus diesem Posting mit dem Auszug: “Bekanntestes kommunikatives Verhalten der Gorillas ist das Trommeln auf die Brust. Früher hielt man es für ein rein männliches Verhalten, das dem Imponiergehabe dient und andere Männchen einschüchtern sollte. Verhaltensmuster, die der Einschüchterung dienen, umfassen neben lautem Gebrüll auch das Laufen auf zwei Beinen, das Schütteln von Ästen, das Abreißen und Wegwerfen von Pflanzen und das Schlagen auf den Boden.”

SCHEISSE – das bin ja tatsächlich ICH!!!