Er so

2nd Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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Monatelang schafft es niemand, bei IHR das WLAN in Gang zu bringen. ICH versuche es erneut, hartnäckig, ohne aufzugeben.

ICH: “Darling – und Du bist Dir 100% sicher, dass das richtig verbunden ist? Da war KEIN weiteres Kabel? Das kommt mir nämlich komisch vor…”

SIE (ziemlich genervt): “Moah, nein, da WAR kein weiteres Kabel, das war genau SO angeschlossen wie jetzt! Und es hat IMMER funktioniert!”

Ich (vorsichtiger): “Ganz ganz gaaaaaanz sicher?”

SIE (sehr genervt): “Jaaaaa!!!!”

Man(n) mag es ja wirklich nicht glauben, aber merkwürdigerweise habe ich das fehlende Kabel (welches ja in Wirklichkeit nie existiert hat) letztendlich doch gefunden (wie kann das bloß sein frage ich mich???) und einfach mal eingestöpselt. Prinzesschen war dann wohl ob dieser Tatsache ganz plötzlich weniger zickig als soeben noch, denn irgendwo vom Sofa hinter mir höre ich plötzlich eine sehr leise, murmelnde Stimme wispern:

“Bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht….”

Tja, mein Herzblatt – ES GEHT!

1st Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Shoppen
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“Babiieeeee – fahren wir Samstag nach Stuttgart? Bei Breuninger ist (Anm. des Red.: ACHTUNG, UN-WORT!!!) Sale!!!”

Riesige, bettelnde Knopfaugen starren mich an. Wie bei einem kleinem Hundewelpen kullern die dunklen Augen von unten nach oben, die kleinen Füße scharren schüchtern über den Boden und sie dreht hektisch ihre Haarsträhnen ein… und wieder aus… und wieder ein.

Ein tiefes Seufzen, ein ein kleiner Ruck, und schon entfährt mir erschreckend schnell ein gutgemeintes “Jaaaa, okeeeeee….”. Eine gute Frage, wieso wir Männer manchmal einfach nicht in der Lage sind, “nein” zu sagen. Die Antwort darauf ist mir nicht gänzlich unbekannt, aber die behalte ich lieber für mich…

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27th May 2008, von Blabbermouth zum Thema Autofahren, Er so
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Du mußt da vorne rechts abbiegen!” sagt SIE – und zeigt dabei eindeutig nach links

Ich (irritiert): “Wohin denn nun?”

SIE (dreht sich kurz nach links, dann wieder nach rechts, grübelt dabei): “Ähm – DA hin!

(Ich hatte Glück – von Essen nach Köln geht es fast nur geradeaus…”)

26th May 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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SIE liest ja gern Frauenzeitschriften. Gut, die bekommt sie kostenlos, weil sie bei so nem Verlag arbeitet und hat daher auch eine gute Entschuldigung. Manchmal frage ich mich allerdings, was diese Frauenmagazine sich eigentlich dabei denken, wenn sie den jungen Damen da draußen ihre Ideen auftischen.

Schatzi und ich planen gerne unsere gemeinsame Zukunft – und ein nicht ganz unwichtiger Teil ist da natürlich das “zusammen wohnen”. Bis hierhin klingt das ja auch noch recht einfach. Geht es aber ins Detail, scheinen sich Mann und Frau in den Einzelheiten eines gemeinsamen Domizils dann doch in gewissen Punkten nicht unerheblich zu unterscheiden – womit wir wieder bei besagtem Frauenmagazin ankommen, welches der weiblichen Welt in der aktuellen Ausgabe die Grundlagen der Gartengestaltung vorstellt.

Ein Garten wäre toll – unser Hund könnte darin herumtollen, könnte durch die bunten Blumen verschiedenster Art hüpfen, die bunten Schmetterlinge würden glücklich um meine Ohren säuseln während ich in meiner Hängematte liege und ein gutes Buch lese, eine Vielzahl an frischen Düften könnte in meiner Nase kribbeln und das Gezwitscher von pussierlichen und neugierigen kleinen Vögelchen würde die gemeinsamen Sommertage zu einem real gewordenen Traum werden lassen.

So KÖNNTE es sein.

Allerdings kommt an dieser Stelle Prinzesschen’s Vorstellung eines – ähm, nennen wir es “Mode-Gartens” ins Spiel. Das Damen-Magazin zeigt das Bild eines Aloe-Vera-Entspannungs-Lounge-Budda-Bar-Grüns: Terrakotta-farbene, überdimensionale Steinplatten ersetzen eine frische Sommerwiese, ein schmaler Streifen Grün (offensichtlich mit der Nagelschere geschnitten) zieht sich an den Seiten vorbei. Selbst die wenigen Grasshalme wirken ängstlich und eingeschüchtert von der wenigen puristischen Sagrotan-Garteneinrichtung. Hier und da steckt ein Stück Bambus in der Erde: Reste einer untergegangenen Kultur?

Bereits jetzt male ich mir aus, wie mich mein zukünftiger Nachwuchs mit Fragen löchern wird – hier die Top 10:

1. “Papaaaaa – was sind Blumen???”

2. “Papiiii – Wie sieht Grass aus?”

3. “Papa, wieso habe ich so dicke Hornhaut unter den Füßen?”

4. “Papa, wofür brauchen Menschen eine Nase im Gesicht?”

5. ” Papi – was ist GRÜN???”

6. “Papa – darf ich zwischen den Bonsai-Bäumen verstecken spielen?”

7. “Papaaa… wieso hat der Hubschrauber unseren Garten mit dem Flughafen verwechselt?”

8. “Papa, warum haben wir NIE Besuch???”

9. “Papa – was ist eigentlich Natur???”

10. “Papiiii – wieso habe ich mir schon 3 Mal den Arm gebrochen?”

Nunja, die meisten Fragen beantworten sich von selbst. Im Grunde frage ich mich eigentlich nur, wie das erst im Interieur wird, wenn wir schon da draußen so unterschiedliche Vorstellungen von Entspannung im Grünen haben …?

Ach was soll’s – und wenn wir in ner Berliner Platte wohnen: hauptsache, es liegen keine 400km mehr zwischen uns!

21st May 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so
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Das nenne ich eine klare Ansage. Nicht, dass man(n) ja nicht ohnehin vorher schon weiß, worauf man(n) sich einlässt, aber ein kleiner und feiner Seitenhieb von IHR um gelegentliche Erinnerungslücken wieder aufzufüllen bleibt einfach nicht aus…

SIE: “Du brauchst wirklich keinen eigenen Willen mehr. ICH bin die Legislative, DU bist die Exekutive. Hoffen wir auf eine verdammt lange Legislatur-Periode.”

ER: “Aber… aber – wir leben doch in einer Demokratie und haben ein Recht zur freien Meinungsäußerung? Wahlrecht? Menschenrecht?”

SIE: “NEIN. Das hier nennt man Diktatur. Du bist mir untergeben und dabei bleibt es. Du mußt nur tun, was ich sage und mir IMMER Recht geben.”

Er: “Okeee…”

(Nur für die Männer da draußen: natürlich wissen wir, wie das Spiel funktioniert: wir manipulieren SIE einfach dahingehend, dass sie und genau DAS befehlen, was WIR eigentlich wollen. Is’ klar, oder?!)

18th May 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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Ich liebe es. Es ist mein persönliches Rache-Tool, um meine eigene kleine Regierung in ihre Schranken zu weisen, um ihr zu sagen: ICH bin Chef. Vielleicht ist es etwas schade, dass sich hier meine körperliche Überlegenheit als meine einzige Chance herausstellt, Madame zu unterwerfen.

Aber es macht verdammt viel Spass: ich packe SIE, werfe sie auf Sofa oder Bett und dank jahrelanger Judo- und Jiu-Jitsu Erfahrungen braucht es nur dann nur noch wenige Handgriffe, bis ich SIE endlich unterworfen habe: hilflos zappelnd liegt sie unter mir, fleht mich mit großen, ängstlichen Kulleraugen an und bettelt darum, verschont zu werden. Wird sie aber nicht. Mein Ziel ist eindeutig: Bauch, Knie, Achseln und Hüften bieten mir die optimale Angriffsfläche für endlose Kitzel-Attacken, die ihr irgendwann sogar die Tränen in die Augen treiben.

Es gab nicht umsonst Zeiten, in denen das Kitzeln eine durchaus anerkannte Foltermethode war. Und um ehrlich zu sein: offensichtlich eine echt effektive Methode. Klar, im Grunde weiß ich, dass sie nicht lacht, weil es ihr so viel Spass macht. Und ich weiß auch, dass ich danach mit Sicherheit ziemlich viel Ärger bekommen werde, sobald ich mein Elfen-gleiches Gewicht von ihr runterbewege. Aber diese Augenblicke genieße ich viel zu sehr.

Und in dem Augenblick, in dem sie das hier liest, sitze ich hinter ihr und werde zum Angriff übergehen.