Sonntag Abend

2nd Jun 2008, von Vizekönigin zum Thema Sie so, Sonntag Abend
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…ist ein Wie-Wort. Schreibt man deswegen per se schon mal klein. Auch bei dem ganzen Interpunktionsgedöns. :-D

Ja, wir haben uns alle die Zähne an meinem WLAN ausgebissen, nebenbei bemerkt RICHTIG verkabelt, da wir ja nur den Rechner ausgetauscht haben, sonst nichts. Dass in meiner neuen Wohnung, drei Monate nach dem Umzug nicht mehr alles so verdrahtet ist, wie in der alten, vor allem, wenn der WLAN-Router nicht angeschlossen ist, sollte auch irgendwie nachvollziehbar sein. In meiner neuen Wohnung hat es bisher auch niemand versucht.

ER hat sich auf jeden Fall gedacht, er müsste es wieder richten, hat er auch geschafft – war ne Kleinigkeit von knapp 3 Stunden. Dabei hat er alle möglichen Launen durchgespielt: altklug, nörgelnd, zickig & wortkarg (ja, genau DIE Kombi) und schließlich triumphierend. Die Angst, dass es nicht klappen könnte, nicht zu vergessen. Womit das “Lieber Gott, lass es bittebittebitte funktionieren”-Gemurmel gemeint ist, nachdem ich ihm eine 5 Kilo schwere Tüte mit allen möglichen Kabeln in die Hand gedrückt habe. Aus dem Arsenal an Kabeln hat er sich das passende dann ausgesucht und eingestöpselt, natürlich nicht ohne Kommentar á la: “willst du nen Mediamarkt neu verkabeln?” – soll er doch froh sein, dass er noch nicht mal Kabelsalatentwirrer spielen musste, bei MIR gibts die Dinger nämlich fein säuberlich aufgerollt und zusammengebunden! Und: es GIBT sie!

Ende vom Lied war, nach der besagten Kleinigkeit von knapp 3 Stunden, dass er sich selbst auf die Brust trommelnd durchs Wohnzimmer sprang und sich ca. 10 Minuten in höchsten Tonen selbst gelobt hat, im Anschluss war ich mit meiner demütigen Huldigung dran. Aber jetzt läufts ja. ;-)

2nd Jun 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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Monatelang schafft es niemand, bei IHR das WLAN in Gang zu bringen. ICH versuche es erneut, hartnäckig, ohne aufzugeben.

ICH: “Darling – und Du bist Dir 100% sicher, dass das richtig verbunden ist? Da war KEIN weiteres Kabel? Das kommt mir nämlich komisch vor…”

SIE (ziemlich genervt): “Moah, nein, da WAR kein weiteres Kabel, das war genau SO angeschlossen wie jetzt! Und es hat IMMER funktioniert!”

Ich (vorsichtiger): “Ganz ganz gaaaaaanz sicher?”

SIE (sehr genervt): “Jaaaaa!!!!”

Man(n) mag es ja wirklich nicht glauben, aber merkwürdigerweise habe ich das fehlende Kabel (welches ja in Wirklichkeit nie existiert hat) letztendlich doch gefunden (wie kann das bloß sein frage ich mich???) und einfach mal eingestöpselt. Prinzesschen war dann wohl ob dieser Tatsache ganz plötzlich weniger zickig als soeben noch, denn irgendwo vom Sofa hinter mir höre ich plötzlich eine sehr leise, murmelnde Stimme wispern:

“Bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht, bitte mach dass es nicht geht….”

Tja, mein Herzblatt – ES GEHT!

26th May 2008, von Vizekönigin zum Thema Sie so, Sonntag Abend
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Gartenbesitzertypologie – gerade für jemanden, der keinen Garten hat, ist das mehr als spannend. Frau guckt sich vier Fotos an, entscheidet spontan für den Garten, den sie am schönsten findet und liest anschließend einige gleich große Absätze: Beschreibung, Tipps zur Gestaltung und (wichtigwichtig) zu wem es passt. Ich glaube da waren noch zwei, aber ich hab nur noch die drei im Kopf. Schmalspur-Psychotest ohne Psychoanalyse, kein tiefgehendes Blabla, sondern klare Statements wie: “für Hippies”, “für Spirituelle” oder “für Puristen”. Oder so ähnlich, hab die Zeitschrift nicht mehr.

Und wie Frauen dann so sind, wird logischerweise einmal kurz der Abgleich gemacht: “guck mal und rate, welcher meinen Geschmack trifft”. Dass das Ergebnis eine 40-minütige Dauerbefeuerung voller Hypothesen, Vermutungen und Glaskugelbeschwörungen wird, war nicht klar. Zuerst zeigte er seinen Favoriten, dann tippte er relativ zielsicher mit Ausschlussverfahren (“Nee, da hast du zu viel Arbeit, nicht dein Ding…”) auf “meinen”: geradlinig, puristisch, minimalistisch, fast cool. Ist ja Gott sei Dank alles Geschmacksache. Und ich mag es genau so. Für einen hoffnungslosen Romantiker, wie er es ist, sicherlich nicht die Wunschvorstellung, aber es ging ja auch nicht darum, das Teil ad hoc nachzubauen.

In einem Ton, der irgendwo zwischen hysterisch und beleidigt angesiedelt war, kam erst das gesamte Repertoire an Contras in Bezug auf meinen Garten, den er als kalte Betonwüsten-Lounge mit einzelnen Bambusstäben und Kunstrasen betrachtet, im Anschluss daran die Vorzüge blutsaugender Zecken, ekelhafter Spinnen (erwähnte ich schon, dass ER panische Angst davor hat?) auf einer Wiese voller unkontrolliert wachsenen Blumen (nicht schwer zu erraten, dass ER den Hippiegarten wollte) und dann fing er plötzlich an, die kindlich-neugierigen Dialoge zwischen ihm und seinem Erstgeborenen nachzuspielen. Den Auszug findet man in seinem Post vor diesem hier.

Gut, ich erwähnte ja bereits, dass es nicht darum ging, auf direktem Wege anschließend zu einem GaLa-Planer zu fahren und alles nachzubauen, aber dass in dem Garten auch Gras war und ich nicht geplant hatte, exakt das gleiche Ding nachzubauen (selbst wenn wir direkt im Anschluss zu einem GaLa-Planer gefahren wären), hätte ihm auch klar sein können. Aber was soll´s, noch haben wir keinen Garten, müssen erst einmal das Projekt EINE Wohnung in Angriff nehmen und bis dahin lache ich mich gerne weiterhin über sein komödiantisches Talent kaputt – lustig wars nämlich wirklich. Also mal abgesehen davon, dass mein wie ich finde sehr guter Geschmack wieder einmal gnadenlos ins Lächerliche gezogen wurde. Zu seinem Glück gerade so weit, dass ich noch damit leben kann.

26th May 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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SIE liest ja gern Frauenzeitschriften. Gut, die bekommt sie kostenlos, weil sie bei so nem Verlag arbeitet und hat daher auch eine gute Entschuldigung. Manchmal frage ich mich allerdings, was diese Frauenmagazine sich eigentlich dabei denken, wenn sie den jungen Damen da draußen ihre Ideen auftischen.

Schatzi und ich planen gerne unsere gemeinsame Zukunft – und ein nicht ganz unwichtiger Teil ist da natürlich das “zusammen wohnen”. Bis hierhin klingt das ja auch noch recht einfach. Geht es aber ins Detail, scheinen sich Mann und Frau in den Einzelheiten eines gemeinsamen Domizils dann doch in gewissen Punkten nicht unerheblich zu unterscheiden – womit wir wieder bei besagtem Frauenmagazin ankommen, welches der weiblichen Welt in der aktuellen Ausgabe die Grundlagen der Gartengestaltung vorstellt.

Ein Garten wäre toll – unser Hund könnte darin herumtollen, könnte durch die bunten Blumen verschiedenster Art hüpfen, die bunten Schmetterlinge würden glücklich um meine Ohren säuseln während ich in meiner Hängematte liege und ein gutes Buch lese, eine Vielzahl an frischen Düften könnte in meiner Nase kribbeln und das Gezwitscher von pussierlichen und neugierigen kleinen Vögelchen würde die gemeinsamen Sommertage zu einem real gewordenen Traum werden lassen.

So KÖNNTE es sein.

Allerdings kommt an dieser Stelle Prinzesschen’s Vorstellung eines – ähm, nennen wir es “Mode-Gartens” ins Spiel. Das Damen-Magazin zeigt das Bild eines Aloe-Vera-Entspannungs-Lounge-Budda-Bar-Grüns: Terrakotta-farbene, überdimensionale Steinplatten ersetzen eine frische Sommerwiese, ein schmaler Streifen Grün (offensichtlich mit der Nagelschere geschnitten) zieht sich an den Seiten vorbei. Selbst die wenigen Grasshalme wirken ängstlich und eingeschüchtert von der wenigen puristischen Sagrotan-Garteneinrichtung. Hier und da steckt ein Stück Bambus in der Erde: Reste einer untergegangenen Kultur?

Bereits jetzt male ich mir aus, wie mich mein zukünftiger Nachwuchs mit Fragen löchern wird – hier die Top 10:

1. “Papaaaaa – was sind Blumen???”

2. “Papiiii – Wie sieht Grass aus?”

3. “Papa, wieso habe ich so dicke Hornhaut unter den Füßen?”

4. “Papa, wofür brauchen Menschen eine Nase im Gesicht?”

5. ” Papi – was ist GRÜN???”

6. “Papa – darf ich zwischen den Bonsai-Bäumen verstecken spielen?”

7. “Papaaa… wieso hat der Hubschrauber unseren Garten mit dem Flughafen verwechselt?”

8. “Papa, warum haben wir NIE Besuch???”

9. “Papa – was ist eigentlich Natur???”

10. “Papiiii – wieso habe ich mir schon 3 Mal den Arm gebrochen?”

Nunja, die meisten Fragen beantworten sich von selbst. Im Grunde frage ich mich eigentlich nur, wie das erst im Interieur wird, wenn wir schon da draußen so unterschiedliche Vorstellungen von Entspannung im Grünen haben …?

Ach was soll’s – und wenn wir in ner Berliner Platte wohnen: hauptsache, es liegen keine 400km mehr zwischen uns!

18th May 2008, von Blabbermouth zum Thema Er so, Sonntag Abend
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Ich liebe es. Es ist mein persönliches Rache-Tool, um meine eigene kleine Regierung in ihre Schranken zu weisen, um ihr zu sagen: ICH bin Chef. Vielleicht ist es etwas schade, dass sich hier meine körperliche Überlegenheit als meine einzige Chance herausstellt, Madame zu unterwerfen.

Aber es macht verdammt viel Spass: ich packe SIE, werfe sie auf Sofa oder Bett und dank jahrelanger Judo- und Jiu-Jitsu Erfahrungen braucht es nur dann nur noch wenige Handgriffe, bis ich SIE endlich unterworfen habe: hilflos zappelnd liegt sie unter mir, fleht mich mit großen, ängstlichen Kulleraugen an und bettelt darum, verschont zu werden. Wird sie aber nicht. Mein Ziel ist eindeutig: Bauch, Knie, Achseln und Hüften bieten mir die optimale Angriffsfläche für endlose Kitzel-Attacken, die ihr irgendwann sogar die Tränen in die Augen treiben.

Es gab nicht umsonst Zeiten, in denen das Kitzeln eine durchaus anerkannte Foltermethode war. Und um ehrlich zu sein: offensichtlich eine echt effektive Methode. Klar, im Grunde weiß ich, dass sie nicht lacht, weil es ihr so viel Spass macht. Und ich weiß auch, dass ich danach mit Sicherheit ziemlich viel Ärger bekommen werde, sobald ich mein Elfen-gleiches Gewicht von ihr runterbewege. Aber diese Augenblicke genieße ich viel zu sehr.

Und in dem Augenblick, in dem sie das hier liest, sitze ich hinter ihr und werde zum Angriff übergehen.

18th May 2008, von Vizekönigin zum Thema Sie so, Sonntag Abend
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Natürlich ist es irgendwie lustig. Aber ich hasse es trotzdem. ER legt oder setzt sich aus heiterem Himmel mit leicht irrem Lächeln so auf mich drauf, dass ich mich garantiert nicht mehr bewegen kann und fängt an, mich zu kitzeln. Sagte ich schon, dass ich es HASSE? Nur weil ich dabei lache, heißt es nicht, dass ich das wirklich lustig finde, DAFÜR KANN ICH NIX, DAS IST NE NORMALE REAKTION!! Bei IHM scheint es eine normale Reaktion zu sein, dann einfach weiter zu machen, wie ein sadistisches Raubtier, das Spaß daran hat, die Beute zu quälen.

Wenn ich Glück habe, kann ich meine Hände noch einigermaßen bewegen, im weniger glücklichen Fall nur noch meine Finger, in der Regel gar nichts. Er sitzt ja mit komplettem Gewicht auf meinem Brustkorb und hat meine Arme unter seinen Schienbeinen eingeklemmt. ER wiegt nun mal leider auch ein bisschen mehr als ich, deswegen kann ich nur schreien, kreischen oder versuchen, irgendwie wegzurutschen, geht aber meistens nicht. Wenn ich aber meine Hände bewegen kann, kann ich wenigstens kneifen, egal, was ich gerade in die Finger bekomme. Das entsetzte Gesicht dabei von oben nach dem Aufschrei (da nehme ich dann auch keine Rücksicht) wird ziemlich schnell noch “lustiger” und dann beginnt für mich die Hölle auf Erden.

Dass ich mit Liebesentzung drohe, ihm ins Gesicht schreie, dass ich ECHT sauer werde, keine Luft bekomme oder er mir weh tut, scheint er nicht wirklich ernst zu nehmen. Nö, ist ja auch relativ unwahrscheinlich mit seinem Kampfgewicht auf (nochmal) meinem BRUSTKORB, dass ich leichte Beklemmungen bekomme. Ich lache dann zwar meistens trotzdem, aber (auch nochmal) NICHT weil ich es so lustig finde, sondern weil ich nicht anders kann, das hat die Natur so eingerichtet!! Lass das!